Berater-Befragung: Deutsche Wirtschaft wird gestärkt aus der Krise durchstarten
Berlin/Bonn, 29. Januar 2009 (bdu) - Dem derzeitigen konjunkturellen Wellental zum Trotz: Deutsche Unternehmen werden im globalen Vergleich gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgehen. Davon sind 56 Prozent der rund 700 Unternehmensberater überzeugt, die an einer aktuellen Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. teilgenommen haben. Lediglich fünfzehn Prozent bewerten die Zukunftsaussichten zurückhaltend. Vor diesem Hintergrund warnt BDU-Präsident Antonio Schnieder auch davor, in ein Weltuntergangsszenario zu verfallen. „Deutsche Unternehmen besitzen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit und deren Vorteile werden sie auch ausspielen, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Für andere Volkswirtschaften wird es dagegen deutlich schwerer." Aktuell gelte es aber vorrangig, den Finanzsektor weiter zu stabilisieren. Hier liege der Schlüssel für eine Aufhellung der Konjunktur, so Schnieder.
Allerdings werden nicht alle Firmen von einer wieder anziehenden Konjunktur profitieren. Knapp 60 Prozent stimmen in der Berater-Befragung der Aussage zu, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen Branchen in Deutschland auch zu einer deutlichen Marktbereinigung führen wird. BDU-Präsident Schnieder: „In Krisenzeiten werden Marktanteile neu verteilt und die Spreu trennt sich vom Weizen. Profitieren werden besonders die Unternehmen, die in den letzten Jahren ihre Eigenkapitalquote deutlich erhöht haben, jetzt ihre Liquidität im Griff halten und gezielt in Innovation und Wachstum investieren."
Berlin/Bonn, 29. Januar 2009
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Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.
Klaus Reiners (Pressesprecher)
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Quelle: www.bdu.de
Der Plan B für den Tag X
Wenn der Chef schwer erkrankt oder gar stirbt, kann das für ein Unternehmen fatale Folgen haben. Trotzdem gibt es vielerorts keine Nachfolgeplanung für den Ernstfall.
Wolf Kempert, Spezialist für Nachfolgefragen im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater, wundern solche Schilderungen nicht. „Besonders größere Unternehmen bereiten sich auf den Ernstfall vor“, berichtet Kempert, der im Hauptberuf Geschäftsführer der UNU Gesellschaft für Unternehmensnachfolge und Unternehmensführung in Berlin ist. „In der Masse der mittelständischen Unternehmen ist echte Notfallplanung dagegen Fehlanzeige. Dies fange schon damit an, dass nur rund die Hälfte der Mittelständler über ein Testament verfüge“. Dahinter steht die Scheu, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen, das diffuse Gefühl, für solche Pläne sei noch viel Zeit. Ein Fehler, wie Kempert findet. „Mittelständler trifft es härter, wenn ein führender Kopf stirbt“ sagt er mit Blick auf die oft langen Verweildauern der Führungskräfte in kleineren Unternehmen.
Quelle: FAZ 30./31.08.2008
Gründer sollten gut planen
Was mit einer Geschäftsidee auf einem Bierdeckel beginnt, kann schon bald zu einer Existenzgründung werden. Auf dem Weg dorthin ist aber einiges zu beachten – von der Finanzierung über die Umsatzplanung bis zur Rechtsform.
Jeder Unternehmer braucht ein gutes schriftliches Konzept. Nach Ansicht von Mark Evers vom DIHK in Berlin sollten angehende Gründer drei Fragen mit Ja beantworten.
Habe ich eine gute Geschäftsidee
Kann ich diese Idee mit Zahlen ausdrücken
Bin ich bereit, mehr als 40 Stunden in der Woche zu arbeiten
Wer bei einer dieser drei Fragen zweifelt, sollte sich die Existenzgründung gründlich überlegen. Alle anderen können an die Planung gehen. Dabei sollten Gründer ihr Konzept zunächst von Freunden und Familie bewerten lassen. In einem zweiten Schritt sei dann professionelle Hilfe wichtig.
Laut einer Studie der KfW-Förderbank in Frankfurt handelt es sich bei der Mehrzahl der Existenzgründungen um kleine Firmen. Daher haben auch 86 Prozent der Gründer einen Finanzierungsbedarf von höchstens 25.0000 Euro. Gibt es einen höheren Kapitalbedarf, muss meist eine Bank eingeschaltet werden.
Auch wenn es um das Beantragen von staatlichen Förderdarlehen geht, ist die Hausbank dafür zuständig, die Kreditwürdigkeit zu prüfen. Es muss der Bank ein Konzept präsentiert werden. Wenn die Bank überzeugt ist, kann sie Fördermittel beantragen. Um diese Überzeugungsarbeit gegenüber dem Bankberater zu leisten, ist ein Business-Plan unverzichtbar. Er muss Auskunft über Qualifikation des Gründers, Geschäftskonzept sowie die zu erwartenden Kennzahlen des Unternehmers geben.
Quelle Rhein-Zeitung vom 29.11.2008
Mitglied im Bundesverband der Ratinganalysten & Ratingsadviser e.V., sowie Deutsches Institut zur Zertifizierung im Rechnungswesen e.V.